Sparfuchs und Geldschleuder: kann DAS gut gehen???

Geld Beziehung
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Wenn das Thema Geld die Ehe ruiniert und 
was man vielleicht doch dagegen tun kann

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Sparfuchs und Geldschleuder: kann DAS gut gehen?

© Timo Klostermeier / pixelio.de

Es gibt wahrscheinlich ebenso viele verschiedene Auffassungen, wie man oder „frau“ mit Geld umgehen sollte, wie es Menschen gibt. 

Interessanterweise finden sich gerne schon mal zwei Menschen als Paar zusammen, die gänzlich unterschiedlicher Auffassung davon sind, was Geld ist und wie man damit umgeht.

Während der Mann zum Beispiel der Coupon Sammler und Schnäppchenjäger im Supermarkt ist, der seine Schuhe so lange trägt, bis sie auseinanderfallen und sich gegen jedes neue T-Shirt wehrt … 

…ist sie deutlich entspannter und leistet sich ständig neue Schuhe, schicke Handtaschen und nette Halstücher…

Sie lebt im Hier und Jetzt, denn morgen könnte sie ja schon tot sein und das letzte Hemd hat ja bekanntlich keine Taschen. Er lebt für die Rente und braucht die Sicherheit, dass immer genug Geld für Notfälle auf dem Konto ist.

Dass es in einer solchen Beziehung wegen des lieben Geldes oftmals kracht, kann man sich leicht ausmalen. Hier sind individuelle Sichtweisen, bei denen jede für sich genommen ihre Daseinsberechtigung hat, Ursachen einer Quelle fortwährender Probleme, sobald die Partner ihre jeweiligen Ansichten zu intensiv ausleben. Der Vorteil läge dabei auf der Hand: Er erdet sie und bremst sie ein wenig, wenn die Pferde mit ihr durchgehen wollen. Sie hingegen lockert ihn auf, nimmt ihn ein Stück weit mit, das Leben zu genießen.

Das alles mag ja noch alles ganz ok sein, solange genug Geld da ist. 

Aber was tun, wenn das Geld viel zu knapp ist? 

Da hagelt es nur noch gegenseitige Vorwürfe und die Stimmung ist schlecht und schlechter. 

Es ist ein altes Streitthema, ob das Paar nun beispielsweise einen Kredit aufnimmt um Engpässe zu überwinden, das Konto überzieht oder einfach den Gürtel noch enger schnallt…

Der Sparfuchs hat schlaflose Nächte und fühlt sich mit Schulden nicht wohl in seiner Haut.

Die Geldschleuder nimmt es eher auf die leichte Schulter und denkt vielleicht: “Ist doch nur Geld. Hauptsache wir sind gesund und haben Freude am Leben…”.

Wie könnte nun eine Lösung für solche Geldprobleme aussehen? 

Wenn zwei konträre Positionen aufeinander treffen, so behaupte ich, werden sie oftmals unbewusst eingenommen, um ein Gegengewicht zur Position des Partners zu bilden. 

Verhält der eine Partner sich extrem sparsam, gleicht der andere es dadurch aus, indem er entsprechend mehr Geld ausgibt. Das Gleiche gilt auch anders herum. 

Es wäre ein erster Schritt, den beide aufeinander zugehen könnten. Wenn sie anfangen würden, sich für die Haltung des jeweils anderen ernsthaft zu interessieren. 

„Was bringt Dich eigentlich dazu, dass es Dir so wichtig ist, dass Du ohne Schulden lebst, möglichst wenig Geld ausgibst, und Dir selbst nichts gönnst?“

Der Sparfuchs könnte seiner Göttergattin davon berichten, wie es ihm  damit geht, wenn kein Geld auf der hohen Kante liegt oder nicht jeder Cent gespart wird. Er könnte ihr mal sagen, wie sich die fehlende Sicherheit für ihn anfühlt und in seinem Verhalten bemerkbar macht.

„Was geht in Dir vor, dass Du so unbefangen mit dem Geld umgehen kannst? Wie schaffst Du das dass es Dich offensichtlich nicht belastet, ob später einmal genug für unsere Rente da ist?…“ 

Sie könnte ihm davon berichten, welche Wohltat es vielleicht für sie ist, sich Dinge zu kaufen, die ihr gut tun und weshalb sie so sorglos durch´s Leben geht…

Sodann könnte es hilfreich sein, sich gegenseitig einfach mal zu sagen, was man gut an der Haltung des jeweils anderen findet, denn sie ist ja im Grunde genommen meistenteils etwas, was einem selber fehlt.

Wenn man die Gegensätzlichkeit zum Thema macht, schafft man Verständnis füreinander. So kann es gelingen, dass man unterschiedlich sein und gleichzeitig tolerant im Hinblick auf die Haltung des anderen werden kann.

© Gabi Eder / pixelio.de

Was das rein operative Geschäft anbelangt, so hilft es oftmals schon, dass das Paar sich einfach mal hin setzt und gemeinsam den Kassensturz macht und gemeinsam über alle Einnahmen und Ausgaben entscheidet. Leider geschieht es allzu häufig, dass ein Partner auf den Finanzen sitzt und der andere noch nicht mal genau weiß, was rein kommt oder raus geht.

Noch schlimmer ist es, wenn es um die Vermögenswerte geht. Auch hier kümmert sich allzu oft ein Teil darum, der andere ist unwissend. 

Deshalb empfehle ich, dass ein Paar, wenn es gesund wirtschaften will, immer gemeinsam über ALLE Ausgaben entscheidet und alles im Vorfeld abstimmt und im Zweifel auch aushandelt. 

Normalerweise kann man alle Ausgaben ja auch gut begründen, selbst wenn die Partner unterschiedliche Präferenzen haben. 

Ich empfehle zudem eine Taschengeldregelung, auch bei sehr knappem Einkommen. Ein bestimmter identisch hoher Geldbetrag sollte jedem Partner zur freien Verfügung stehen.

Wenn das Geld allzu knapp ist, sollte ein guter Haushaltsplan helfen, die finanzielle Übersicht zu behalten. Zur Not gibt ein Gang zur Schuldnerberatung Aufschluß über die Möglichkeiten, die ansonsten da sind, durch finanzielle Krisen zu gehen. 

Wenn alle Stricke reißen, sollte guten Gewissens auch der Gang zu den Ämtern gegangen werden, denn in guten Zeiten wurden schließlich auch Steuern eingezahlt, so dass man die sozialen Leistungen guten Gewissens nun annehmen darf.

So sollten Sparfuchs und Geldschleuder zu guter Letzt glücklich miteinander leben können…

Photo by Marek Studzinski on Unsplash

Es gibt übrigens auch viele sehr interessante Möglichkeiten, sich auch noch einmal ganz anders mit dem Thema Geld aus einander zu setzen. Es ist oftmals eine aus der Herkunftsfamilie oder Gesellschaft übernommene Denkweise, die uns das Leben schwer und die Taschen chronisch leer macht. 

Sowohl für den Sparfuchs als auch für die Geldschleuder dürfte es echt aufschlußreich sein, sich zum einen mit der eigenen Tradition der inneren Haltung zum Thema Geld zu beschäftigen. Zum anderen mit dem tieferen Sinn des Geldes als Tauschmittel, vielleicht auch als vorschneller Ersatz für nicht käufliche Werte, die einem fehlen.

 

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