Meine fünf besten Achtsamkeitstipps für Anfängerinnen, mit denen Du Deine Beziehung rettest und aus Deinem ewigen Murmeltiertag endlich raus kommst!

Du erlebst immer und immer wieder ganz ähnliche Situationen mit Deinem Partner*In. Es ist fast so, als ob Du wie der Hauptdarsteller im Film: “Und täglich grüßt das Murmeltier“ darin gefangen bist, ein und dieselbe Situation immer und immer wieder zu erleben.

Meine fünf besten Achtsamkeitstipps

Es ist  eine Qual für Dich, wenn Du bereits an bestimmte Situationen denkst, die wieder diesen Streit oder wieder dieses Schweigen auslösen, mit dem Du so ganz und gar nicht klar kommst.

Da ist eine Art innere Mäusefalle, die bei Dir und Deinem Partner*In zuverlässig zuschnappt, doch das Problem das Eurem Konflikt und Euren Verhaltensweisen zugrunde liegt, fängt sie nicht, sondern sie trifft Dich am empfindlichsten Punkt Deiner Seele: Deinem Herzen. Dem Sitz Deiner Liebe und Deines Schmerzes.

Achtsamkeit ist eine besondere Form der Aufmerksamkeit  und sie ist leicht erlernbar! Wir Frauen sind prädestiniert für Achtsamkeit, denn sie ist uns quasi in die Wiege gelegt und steht eng im Zusammenhang mit der uns inne wohnenden mütterlichen Fürsorglichkeit. Du kultivierst, wenn Du  anfängst, Dich ernsthaft achtsam zu verhalten, genau diese Fürsorglichkeit für Dich und Dein ganzes Sein.

So lernst Du dich erst einmal selber innerlich sehr gut kennen. Dann erst richtest Du Deine Fürsorglichkeit auf Deinen Partner und auf Deine konkrete Lebenssituation.

Ein alltägliches Beispiel:

Gehen wir das Ganze an einem alltäglichen Beispiel durch, wie es Dir in Deinem Beziehungsalltag sicherlich schon oft widerfahren ist:

Ihr wart schon bei vielen Stellen und habt Euch Hilfe für Eure Beziehung bei einem Paarcoaching, Paarberatern oder Paartherapeuten gesucht. Vielleicht hast Du viele Ratgeber gelesen, Workshops besucht und im Internet ausgiebig recherchiert: Nichts hat wirklich dauerhaft geholfen und die gewünschte Veränderung bewirkt.

Ihr seid frustriert und verzweifelt und die Partnerschaft ist zermürbend und deshalb leider kein Raum des Wohlbefindens und der Sicherheit für Dich.

Ihr habt so viele Probleme, die Du schon gar nicht mehr alle aufzählen kannst. Ihr könnt nicht mit einander reden, einfach weil ihr nicht die gleiche Sprache sprecht. Aber selbst wenn ihr dies tätet, könntet ihr Euch auf nichts wirklich einigen.

Er schlägt Dir ständig Dinge ab, geht in Widerstand.

Du hast dann immer das Gefühl, wie ein kleines hilfloses Mädchen zu sein und kannst Deinem Partner nichts entgegen setzen. Es wirkt so, als ob Du  durch die Streitereien mit Deinem Partner die Liebe erstreiten willst. Je mehr ihr an einander geratet, desto mehr willst Du, dass er Dich liebt und gut mit Dir umgeht. Du erlebst Deinen Partner stark, denn er schlägt Dir etwas ab. Das ist für Dich ein Zeichen von Macht und Stärke die Du selber an Dir nicht kennst. Diese Stärke und Macht zieht Dich in Bann und so entsteht für Dich und Deinen Partner ein unsäglich leidvoller Kreislauf des mit einander Kämpfens. Je mehr ihr versucht, Eurem Problem auf den Grund zu gehen, desto tiefer geratet ihr in diesen negativen energieraubenden Sog des Streitens der kein Ende zu haben scheint.

Schon längst fragst Du Dich, weshalb Du mit Deinem Partner eigentlich noch auskommen sollst, wenn er Deine Bedürfnisse ohnehin nicht erfüllt und Du ein Leiden ohne Ende erleben musst.

Vielleicht trägst Du sogar schon insgeheim lange Trennungswünsche in Dir, doch Du fürchtest Dich davor, diesen Gedanken zu Ende zu denken.

Was kannst Du aktiv sofort verändern – und zwar ohne großen Aufwand?

Mit Achtsamkeit kannst Du Dich selbst und Deine Partnerschaft grundlegend kernsanieren.

Wenn Du Deine Beziehung retten und den Streit stoppen möchtest, kannst Du Achtsamkeit in Dein Leben und in Deine Beziehung hinein lassen. Schau Dir zunächst diese fünf ersten Schritte an, die Du nicht nur in Deiner Beziehung, sondern in Deinem ganzen Leben mit großem Gewinn beherzigen kannst.

  1. Innehalten
  2. zuhören
  3. wahrnehmen, was ist.
  4. hinein spüren:Wahrnehmen, was ist los bei mir?
  5. hinein spüren: Wahrnehmen, was ist los bei Dir?

1. Innehalten

Wenn Du in der Nacht einen Schlüssel verloren hast, so macht es keinen Sinn, ihn in der Nähe der Laterne zu suchen, bloß weil es dort hell ist. Du musst schon dort suchen, wo Du ihn verloren hast….

Wenn du achtsam mit Dir umgehst, dann erkennst Du rasch den Vorteil davon, sich einmal in die Stille des eigenen Herzens zu begeben und dort den immer und immer wieder erlittenen Streit einmal ganz bewußt in Dein Herz richtig hinein fallen zu lassen. Das bedeutet, dass Du Dir  eine kleine ungestörte  Auszeit nimmst und in Ruhe die Situation von Anfang bis Ende noch einmal Revue passieren lässt.

Dieses Inne Halten und dem Inneren bewußt Raum Geben ist der Schlüssel für die rasche Veränderung Deiner Situation, denn Du wirst Deine Wahrnehmung mit der Zeit verändern. und schärfen. Du schaltest den Kopf aus und Dein Herz an: Du fährst Deine inneren Achtsamkeitsantennen vorsichtig aus und richtest sie zunächst auf Dich selber. Gönn’ Dir die Zeit, die Worte noch einmal zu hören, die Du gesagt hast. Erlebe Dich, wie Du  Dich dabei gefühlt hast. 

Dann lädst Du alle Worte, die Dein Partner gesagt hat, ein, noch einmal in Dir hoch zu steigen. Du gönnst Dir vor allem die Zeit, in aller Ruhe nach zu empfinden, was es in dir alles auslöst, wenn Du Dich so verhältst und Dein Partner sich auf seine Weise verhält. Du bekommst – wenn Du inne hälst- mit, dass Du deine Verhaltensweisen schon viel länger kennst als Deinen Partner. Und mit ein bisschen Übung, wirst Du in Situationen des Inne- Haltens auch sehr rasch erinnern, woher Du Deine Verhaltensweisen bereits kennst.  Ich tippe auf Deinen Vater. Vielleicht hat er Dir, als Du ein kleines Mädchen warst, immer etwas abgeschlagen ?…

Wenn es Dir gelingt, die Ursprungssituation zu erinnern, wenn sie quasi in der Stille des Inne- Haltens in Dir aufsteigt, dann nehme dieses große Geschenk an und fange an, diese Situation mit allen entsprechenden Emotionen in Dir hoch steigen zu lassen. 

2. Zuhören

 

 

 

Du wirst rasch erkennen, dass Dein Wunsch nach Nähe und Deine vielen Bitten sich eigentlich immer noch vermutlich an Deinen Vater richten, der Dir damals Deine Wünsche abgeschlagen und Dich nicht genug berücksichtigt und geliebt hat.

Was machst Du nun damit?

Du hörst Dir gut zu. Dir, dem kleinen Mädchen, das Du mal warst und dessen Schmerz Du immer noch viel zu gut so, als ob es soeben erst geschehen ist, in Deinem Herzen spürst. Es werden Worte und Gefühle in Dir aufsteigen und Du wirst noch einmal heftig darüber trauern müssen, dass Dein Vater so anders zu Dir war, als Du ihn gebraucht hättest…

Es schließen sich nun viele Möglichkeiten an, wie Du für Dich die Situation von damals nachträglich noch gut abschließen kannst. Du kannst also nun anfangen, die Situation für Dich nachträglich bewußt aufzuarbeiten und einen guten Abschluß für Dich hinein zu bekommen.

Wenn Du Dich fit genug fühlst, bekommst Du das alleine ganz gut hin, ansonsten -bei sehr belastenden Dingen- hole Dir bitte externe Unterstützung.

3. Wahrnehmen, was ist

 

 

Du hast  nun bereits innerlich erkannt, dass das Gefühl, was mit dem Streit für Dich verbunden ist,  eigentlich in eine ganz andere Lebenssituation gehört.

Du hast bereits die Gedanken und Gefühle noch einmal nach erlebt, die Du damals als kleines Kind hattest und Du kommst nun zurück in die Streitsituation mit Deinem Partner*In.

Wenn Du diese Streitsituation erneut in Dir aufsteigen lässt, wirst Du rasch feststellen, dass sie sich emotional für Dich bereits stark verändert hat. Du bist nun frei, mit Deinem Partner darüber zu reden, was Dir in der Stille des Inne- Haltens aufgegangen ist. Du zeigst ihm Deine alte Verletzung und sprichst mit ihm darüber, was in dir alles vorgeht, was Dich innerlich bewegt und was vielleicht auch zur Ruhe gekommen ist. 

Damit ermöglichst Du Deinem Partner einen sehr wichtigen Einblick in Deine Seele. Er wird Dir dafür dankbar sein, denn damit brichst Du auch gleichermaßen einen Bann: Er muss sich nicht mehr verhalten, wie Dein Vater es früher bei Dir tat! Und Du musst Dich nicht länger so verhalten, wie Du es als kleines Mädchen bei Deinem Vater getan hast! 

Es geschieht sofort Veränderung in Eurer Streitdynamik. Du hast alles durch Dein Innehalten und dadurch, dass Du Dir innerlich gut zugehört hast, zum Guten gewendet! Du bist in Siebenmeilenstiefeln die  Schritte Deiner inneren Wandlung gegangen und kannst nun auch Deinen Partner anders wahrnehmen, denn Du bist nun deutlich entspannter als zuvor. 

4. Wahrnehmen, was ist los mit mir?

Im Hinblick auf Deine Partnerschaft kannst Du guten Gewissens am besten eine gesunde Routine entwickeln, in der Du Du regelmäßig Zeit gönnst, gut in Dich hinein zu spüren.

Das ist eine sehr entlastende und entspannende Angelegenheit, denn Du sollst nicht krampfhaft nachdenken, wovon Du doch nur Kopfschmerzen bekommst. Du sollst einfach nur da sein und still werden. Werde Zeugin davon, welche Gedanken und Gefühle in der Zeit des Inne- Haltens in Dir aufsteigen. Du bist dann sehr verbunden mit Deinem Innersten Wesenskern.

Das ist ein Ort der inneren Ruhe und Gelassenheit, der Harmonie und des Friedens. Dort ist die Quelle Deiner Intuition, Deiner Kreativität und Deiner inneren eigenen Weisheit. In Verbindung mit dieser inneren Quelle kannst Du sehr machtvoll Dein Leben schnell und auf sehr leichte und spielerische Weise in guten heilsamen Fluß bringen: Dein Leben und vor allem auch Deine Beziehung, die ja genau solch ein Kraftort für Dich und Deinen Partner sein sollte. 

5. Wahrnehmen, was ist los mit Deinem Partner?

 

Wahrnehmen, was ist, bedeutet zugleich immer auch, mit offenem Herzen einen guten Blick auf den Partner und dessen Belange zu haben.

Ist die Schale leer, muss sie erst einmal angefüllt werden, bevor sie überfließen kann. 

Auch Dein Partner hat im Streit mit Dir ein eigenes Thema mitgebracht. Es liegt nun an ihm, ob er seine inneren Schritte gehen will oder nicht. Er ist frei darin, dies zu tun und auch darin, dies zu lassen.

Wenn Du ihn näher verstehen willst, kannst Du ihn allerdings fragen, ob Du ihn Deine Gedanken zu ihm und seinen Verhaltensweisen zur Verfügung stellen darfst. Wenn er dies wünscht, so sage ihm, was Du an ihm wahr genommen hast und wie das auf Dich und Dein Verhalten wirkt. Du bis jetzt frei und musst auf seine inneren Dramen ebenso wenig einsteigen wie auf Dein eigenes, das Du ja bereis erkannt und dauerhaft zur Ruhe gebracht hast. Du kannst ihm berichten, wie es Dir mit seinen Verhaltensweisen geht und was es alles in Dir auslöst. Dies wird Deinen Partner nicht kalt lassen. 

Vielleicht braucht es eine Zeit, bis er sich an die leicht andere Art der Unterhaltung gewöhnt hat. Ich bin mir jedoch sicher, dass Du und er es schaffen werdet, neuen Wind in euren Streit und Eure Beziehungsdynamik hinein zu lassen. 

Wenn Du mehr über achtsame Beziehungskultur und weitere zentrale Beziehungskonstellationen erfahren willst, so schaue Dir mein Webinar an, das Du auf meiner Homepage findest, und nehme mit mir Kontakt auf.

Liebe Grüße Deine Evelyn!