„Sei doch nicht immer so passiv aggressiv!“
2. Was ist passive Aggressivität?

passiv aggressiv
Riccardo Franke / pixelio.de

Vor einigen Tagen habe ich einen Blogartikel zum Thema „Wahrnehmen, was ist“ , geschrieben. Zur Verdeutlichung habe ich ein Beispiel passiver Aggressivität gewählt.

Dabei ist mir aufgefallen, dass der Begriff nicht zwingend als bekannt voraus gesetzt werden kann. Deshalb will ich hier einmal mein Wissen dazu teilen.

Was ist passive Aggressivität und wie kannst Du mit Deinem Lieblingsmensch umgehen, wenn Du passiv aggressives Verhalten an ihm erlebst?

Darum soll es in diesem Artikel gehen.

Übersicht

Was ist “passiv aggressiv”?

Darunter ist zu  verstehen, dass ein Mensch nicht offen aggressiv auf eine Situation reagiert, und sagt, was ihm nicht passt, und weshalb er etwas ablehnt.

Ein passiv aggressiver Mensch erlaubt sich selber keinerlei Aggression und kein klares „Nein“, um sich beispielsweise einer Bitte, einem Anliegen oder einem Arbeitsauftrag zu widersetzen.

Ein passiv aggressiver Mensch wählt unbewußt sehr subtile Wege, um gleichwohl Luft abzulassen oder seinen Widerstand gegen jemanden oder etwas zum Ausdruck zu bringen.

Ein klassisches Beispiel: 

Die Sekretärin schüttet allen Anwesenden bei einem wichtigen Meeting persönlich dezent den Kaffee ein.
Seltsamerweise stolpert sie genau bei dem  Teilnehmer, der sie zuvor anzüglich im Vorzimmer angeschaut hat und ihr ein unsittliches, eindeutig zweideutiges Angebot unterbreitet hat.
Sie verschüttet den heißen Kaffee, der zielsicher leider genau auf dem Hemd, dem Anzugjackett sowie der Hose im Schritt und der teuren Seidenkravatte landet. Sie fängt an zu weinen und ist sichtlich betroffen.
Alles tröstet sie. "So was kann ja schon mal vorkommen!". Es sei ja alles zu waschen und zu ersetzen. Nicht einmal der Meeting-Teilnehmer, der jetzt komplett verbrüht ist, kommt auf die Idee, dass er Opfer eines kleinen Rachefeldzuges geworden sein könnte, denn ihm kommt noch nicht mal die Idee, einen Zusammenhang zwischen seinen Avancen und diesem Kaffee-Debakel zu sehen.

Ein weiteres Beispiel aus eigenem Erleben

Meine Haushilfe, die mich viele Jahre treu beim Putzen unterstützte, zerschlug im Laufe der Jahre ein kleines Vermögen. immer kam sie an, dass es ihr sehr leid tat. Sie musste natürlich den Schaden nie ersetzen, denn so was hätte theoretisch ja jedem passieren können.

Der Gipfel war allerdings kurz nach Weihnachten. Die Kinder hatten sich teure Gesichtswässerchen namhafter Parfumeure gewünscht und so standen diese Duftwässerchen nieselnagelneu bei uns im Badezimmer. Die Hilfe hat es geschafft, ein Duftwasser im Wert von rund 100€ zu zertrümmern, obwohl es garantiert nicht so stand, dass es „jedem hätte passieren können“.
Kurz darauf zerstörte sie die Glasablage oberhalb des Waschbeckens und räumte dabe gleich so meine Parfums ab, dass die nicht nur zerbrachen sondern zudem das Waschbecken zerschlugen. Ein dicker und unansehnlicher Riss und eine Einschlagstelle waren fortan zu sehen.
Ich ärgerte mich sehr, denn das Waschbecken mit Einbau war plus Parfums nun schon ein beträchtlicher Schaden für uns, den sie natürlich auch nicht ersetzen musste. Es folgte kurz darauf ein Zertrümmern des Toilettentopfes. Bis heute weiß ich echt nicht, wie sie DAS geschafft hat. Sie hat angeblich nur das Putzwasser dort mit dem Eimer hinein geschüttet…

Summa Summarum bekam der Installateur einen guten Tausender für das Auswechseln von relativ neuwertigen Badkeramiken…

Meine Haushilfe: Eine Seele von Mensch. Ich zahlte ihr sogar den Tarif, den sie haben wollte, ohne mit der Wimper zu zucken. Doch ihre Art, sich immer wieder in einer bestimmten Weise schusselig anzustellen und mir dabei meine liebsten Dinge zu Schreddern, war nun schon lange nicht mehr zu übersehen.
Sie zerstörte noch viele Dinge, vor allem den Klavierhocker im Wert von 300€, verpackte unsere neuwertigen Möbel und sogar den Staubsauger, den wir von der Marke Sebo extra für sie angeschafft hatten, damit sie es leichter bei der Arbeit hat. Nur bei den Jemako- Putztüchern streikte sie. Sie verriet sich mit den Worten: „ Da bin ich ja deutlich schneller mit der Arbeit fertig!“

Irgendwann kündigte sie und ich verabschiedete mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da die Arbeit ja nun wieder bei mir alleine lag. 

Doch seitdem geht nichts mehr kaputt, ist verlegt, verloren oder zerstört…..

Passive Aggressivität

Passiver Widerstand?

Was also hat es auf sich mit dieser passiven Aggressivität, die als solche demjenigen, der sie an den Tag legt, nicht angekreidet werden kann?

Passiver Widerstand ist doch im Grunde genommen was gesellschaftlich hoch im Kurs Stehendes?

Schauen wir auf Mahatma Ghandi, der diese Form des Widerstandes gesellschaftsfähig gemacht hat.

Später kamen die Hungerstreiks als passiver Widerstand gegen unwürdige Verhältnisse in den Gefängnissen dazu. 

Auch gab es passiven Widerstand gegen das Nationalsozialistische Regime, später auch gegenüber dem DDR Regime.

Passiver Widerstand ist also nichts Neues wenn es um Systeme geht, die als repressiv erlebt werden. 

Während die hier beschriebenen Formen des passiven Widerstandes den Menschen bewußt sind und diese bewußt als Mittel des Widerstandes und der sanften Aggression ausgewählt werden, handeln passiv aggressive Menschen oftmals unbewußt.

Warum passiv aggressiv?

Was also ist der Hintergrund eines passiv aggressiven Menschen und weshalb ist das Ganze so gefährlich für die Mitmenschen, insbesondere den Partner, der sich dem Ganzen nur schwer entziehen kann und ihm deshalb oftmals sogar ausgeliefert ist?

Sehen wir uns einmal den passiv aggressiven Menschen als Kleinkind an. Da ist ein Kind, das den Eltern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Die Eltern bestimmen über das Wohl und Wehe des Kindes. Anfangs ist das vielleicht auch noch ok.

Doch spätestens dann, wenn das Kind anfängt, ein eigenes Ich-Bewußtsein formen zu wollen und in die Abgrenzung/ Trotzphase geht, können viele Eltern dies ganz und gar nicht haben. Sie verbieten dem Kind, „ungezogen“ zu sein und sich zu widersetzen. Das Kind wird zu allen möglichen Dingen gezwungen:

  • alles aufzuessen,
  • der Mutter zu helfen anstelle spielen gehen zu dürfen,
  • sich um das Geschwisterkind ständig kümmern zu müssen, um die Mami ein bisschen zu entlasten.

Später muss das Kind vielleicht Bekleidungsstücke tragen, die es sich freiwillig niemals ausgesucht hätte, es muss den Beruf wählen, den die Eltern mit unterstützen würden und vielleicht muss es sich komplett unterordnen mit der eigenen Meinung, da die Eltern -„solange Du die Füße unter unserem Tisch ausstreckst“- bestimmen, was hier gemacht, getan und gemeint wird…

Solche Kinder lernen schnell, das Widerstand zwecklos ist und es ihnen besser geht, wenn sie der liebe und nette Sohn und die wohlerzogene Tochter sind. Deshalb verzichten sie rasch gezwungenermaßen auf ihre eigene Meinung und den Wunsch, das zu tun, wonach ihnen gerade ist.

Stattdessen passieren dann schon früh solche Dinge wie spontanes Hinfallen in frischen Sonntagsklamotten, die ohnehin kratzig sind, Verletzungen und Krankheiten, die dazu führen, nicht zu Tante Ernas langweiligem 100. Geburtstag mit zu müssen.

Da wird das Essen in hohem Schwall auf den Tisch gekotzt, weil es nun unübersehbar wohl ein gravierendes Magen-Darm Problem geben muss, weshalb der Teller vielleicht dann doch nicht leer gegessen werden muss.

Da wird das Geschwisterkind vielleicht beim Spielen das eine oder andere Mal ein bisschen vergessen. Gerade so, dass nichts passieren kann, doch die Mutter vielleicht dann doch kapiert, dass sie das älteste Kind vielleicht gerade hoffnungslos mit viel zu viel Verantwortung belädt und damit aufhört, bevor das Geschwisterkind vielleicht dann doch noch zu Schaden kommt…

In Schule und Beruf gibt es natürlich auch eine Vielzahl sehr subtiler Möglichkeiten, sich dem Lehrer und später dem Vorgesetzten zu entziehen oder Aufgaben, die man nicht mag, schnell wieder los zu werden. Man stellt sich einfach inkompetent und überfordert. Man vergisst geflissentlich wichtige Dinge und Abgabefristen. So schützt man sch davor, weitere Arbeiten aufgebürdet zu bekommen und so weiter. 

Geschichtliches

Erstmals aufgefallen ist das Phänomen übrigens beim Militär. Colonel Menninger beobachtete, dass sch einige Soldaten gegen die rigide Bevormundung wehrten, indem sie angaben, Befehle nicht verstanden oder vergessen zu haben. Sie ließen dafür aber gerne sarkastische Bemerkungen fallen, machten ihren Vorgesetzten hinter deren Rücken schlecht und fühlten sich ständig ungerecht behandelt. Menninger sah darin eine Unreife, die er passiv-aggressives Verhalten nannte. 

Heute ist man sich nicht sicher, ob man es mit einer Persönlichkeitsstörung zu tun hat. Deshalb findet man das Phänomen nur noch im ICD System der WHO unter den  „sonstigen spezifischen Störungen.“

Sicherlich sollte dies immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein Mensch durchgängig allen Menschen gegenüber und nicht nur vereinzelt passiv Widerstand gegen alles Mögliche leistet und deshalb nur negative, blockierende Haltungen an den Tag legt. 

Sicht der Betroffenen

Betroffene gehen selbst davon aus, dass sie ungerecht behandelt werden, sich missverstanden fühlen und stets übermäßig stark in die Pflicht genommen werden.  Sie verhalten sich oftmals widersprüchlich, denn zunächst stimmen sie nach außen hin einem Verhalten, einer Bitte, einem Auftrag, zu. Doch dann verhindern sie durch ihre grundsätzliche Verweigerungshaltung, dass die Aufgabe schlußendlich erfüllt wird.

Das Aussitzen von Problemen ist hier sehr beliebt, ebenso das Vergessen oder das schlichte Unterlassen von Antworten, Reaktionen, Gespräch bis hin zum Negieren, dass es einen Auftrag oder eine Aufgabe für sie überhaupt gegeben habe.

Den Betroffenen ist ihr Verhalten in der Regel nicht bewußt. Sie kommen vor allem niemals auf die Idee, dass diese schon eine Form massiver Aggression sein könnte. 

Wie merkt man es?

Menschen mit einer passiv aggressiven Haltung bis hin zum Persönlichkeitssstil sind nach außen hin freundlich, nach innen hin verdeckt sehr aggressiv. Hochaggressiv sogar. 

Wenn Probleme im Beruf auftauchen, so sind grundsätzlich die anderen daran Schuld. Kollegen werden für unfähig gehalten, über die Chefs spricht man abfällig. Es gibt immer Gründe dafür, weshalb die Aufgaben nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden können.

Privat wird viel gejammert, alles besser gewußt und Freunde -vor allem die abwesenden- abgewertet. Aus Neid macht man andere -vor allem deren Besitztümer- schlecht und zieht alles ins Lächerliche. 

Im Liebesleben gehört es zur Tagesordnung, sich dumm zu stellen. Frei nach dem Motto: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir das so abgesprochen hatten“, partieller Gedächtnisschwund bezogen auf die nicht passiv aggressive LiebespartnerIn.

Alles wird unter dem Gütesiegel des Missverständnisses aufbewahrt, wobei die nicht passiv- aggressive BeziehungspartnerIn oftmals den Eindruck bekommt, dass sie verrückt sei, da ihr ständig gespiegelt wird, dass sie etwas so nie gesagt haben soll…

In Gesellschaft fühlt sich der passiv aggressive Partner übrigens stark. Da wird er in Anwesenheit der Partnerin hoch aktiv und macht einen Witz nach dem anderen auf ihre Kosten. Jeder Hieb sitzt, doch anschließend kommt das Grinsen: „Ist doch alles nur Spaß. Sei doch nicht so empfindlich!“

Zu spät zu Verabredungen kommen, Versprechungen aufschieben und grundsätzlich nicht einhalten, das sind die Klassiker…

Kommunikationsfetzen wie: „Hast du was?“, „Nein!“; „Aber ich seh doch, dass irgendwas nicht in Ordnung ist und Du sauer auf mich bist.“ “Nein. Es ist nichts!“; gehören ebenso an die Tagesordnung wie die Selbstgespräche, die laut genug sind, damit diejenige, für die sie bestimmt sind, alles hören kann. Darauf angesprochen wird allerdings alles abgestritten mit den  Worten: „Ich hab doch gar nichts gesagt!“ oder „Da musst Du Dich verhört haben…“

Männer sind ein bisschen anders passiv aggressiv als Frauen. 

Männer bekommen, wenn sie von ihrer Partnerin mit ihrem Verhalten konfrontiert werden,  oft einen Wutanfall, bevor sie wieder in ihr altes passiv aggressives Verhalten von Stille und Schweigen fallen.

So erlebt die Frau das Betriebsklima als ständiges Sitzen auf einem Pulverfass, denn sie weiß nie genau, woran sie wirklich ist und muss sich mit Schuldzuweisungen und Schuldgefühlen plagen, die ihr Partner in sie injiziert.

Annahme der Projektion:  die Wut des Partners in sich spüren:

Der Partner unterdrückt und negiert seine Aggressionen, vor allem die übergroße schon ein ganzes Leben lang aufgestaute Wut, und die Partnerin muss sich energetisch sehr gut schützen, bevor sie sich ihrem Partner aussetzt. Tut sie es nicht, kann es ihr passieren, dass sie – obwohl sie sich selbst in einem völlig ausgeglichenen Zustand befindet- plötzlich eine Mordswut in sich spürt  und sich zu Wutausbrüchen hinreißen lassen könnte, die ihr sonst völlig fremd sind.

Sie erlebt quasi aufgrund ihrer übergroßen weiblichen Empathie und Intuition die Gefühle des Partners, die sie aber ohne nähere Informationen darüber nicht als seine identifiziert und bei ihm belässt, sondern als eigene Gefühle interpretiert, was sie natürlich noch mehr verunsichert, da es ja Gefühlsregungen sind, die originär ja gar nicht zu ihr gehören und passen. 

Wie kommt man nun aus der Nummer raus?

Als Selbstbetroffener sollte man sich einen qualifizierten Therapeuten suchen. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Manchmal ein längerer.

Das liegt daran, dass die Aggressionen mit den Jahren nahezu abgespalten wurden und nun erst einmal wieder einen offenen Platz im Leben und in der Seele finden dürfen. So was braucht Verstehen, Verständnis und einen geschützten Rahmen. Eine neue Art der Kommunikation mit sich selber und mit der Partnerin ist hilfreich. 

Ein sehr guter Weg besteht darin, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse mehr und mehr kennen zu lernen und zuzulassen. Dann: Sie ins Wort nehmen lernen und ausdrücken. 

Zudem die Aggressionen bewußt zulassen und ausagieren. Dies kann in sanfter Form geschehen, wobei das rechte Maß erst mit der Zeit und Routine gefunden werden will.

Männer, die sich passiv aggressiv verhalten, sind gar nicht oder nur begrenzt in der Lage, Konflikte offen auszutragen und zu argumentieren. Stattdessen drücken sie ihren Frust und Ärger in für die Partnerin unbehaglichem Schweigen aus.

Das gilt übrigens auch anders herum, denn auch Frauen kennen diese Art der passiven Aggressivität. Sie gehören eher in die Kategorie, dass sie hinter dem Rücken über andere reden, klatschen und tratschen, anstelle direkt mit den Betroffenen zu kommunizieren. Sie stellen sich gerne auch absichtlich ein bisschen dumm an und bringen andere damit zur Weißglut. 

Das macht es sehr schwierig, mit ihnen zu sprechen, zu streiten, sich aus einander zu setzen und über Verhaltensweisen zu sprechen, die die PartnerIn belasten.

Was kann PartnerIn also tun, um die Situation, die sie belastet, anzusprechen?

  1. Sie kann versuchen, gut bei sich zu sein und zu bleiben. Damit meine ich, in Kontakt mit ihren eigenen Gefühlen, Gedanken, Bedürfnissen. Sie sollte sich im Vorfeld genau überlegen, was sie sagen will und welches Ziel sie erreichen will. So bleibt sie fokussiert und klar im Gespräch.
  2. Sie kann es so ansprechen, dass der Partner es gut annehmen kann. Wie das geht? Mit Ich- Botschaften, bei denen sie bei ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen bleibt und die Situationen, die ihr Anlass zum Gespräch geben, so sachlich wie möglich schildert und jegliche Bewertung raus lässt. Das ist übrigens reine Übungssache!
  3. Sie sollte versuchen, dem Partner deutlich zu machen, dass sie bereit ist, offene Wut auszuhalten, für den Fall, dass er ausprobieren möchte, das passiv aggressive Verhalten abzulegen. Sie kann dazu beitragen, eine offene annehmende Atmosphäre zu schaffen, und dem Partner zu signalisieren, dass er darauf vertrauen darf, auch mit seiner offenen Ablehnung angenommen zu sein.
  4. Passiv aggressives Verhalten keinesfalls dulden!
    Damit immer wieder den Finger in die Wunde legen und dem Partner damit deutlich machen, dass immer wieder das unerwünschte Verhalten auftritt. Dabei kann die Partnerin beispielsweise immer wieder nachfragen und versuchen, heraus zu finden, wie es dem Partner gerade wirklich geht.
  5. Es geht nicht darum, dass der Partner „falsch“ ist oder“ einen „Fehler macht“ und „sich“ ändern soll.
    Es geht darum, mit dem Partner Absprachen zu treffen, dahin gehend, dass er von sich aus den Wunsch hat, das belastende Verhalten abzulegen. Hierbei geht es um Unterstützungshandlungen.Der passiv Aggressive hat es selber in der Hand, sein Verhalten zu ändern. Die Partnerin hat kein Recht darauf, Veränderung einzufordern!
  6. Kritik löst passiven Widerstand aus. Deshalb auf Kritik verzichten und immer-siehe oben Punkt 1: in Ich-Botschaften sprechen! Lieber spontan, falls es dem Partner punktuell gelungen ist, sich äußerlich und innerlich kongruent (übereinstimmend und authentisch) zu verhalten und sich kleine Dinge verändert haben, diese wahrnehmen und bewußt in ein positives feedback hinein nehmen. Beim Feedback ebenfalls wiederum bei sich selbst bleiben, also über die eigene Freude an der Veränderung sprechen und darüber, was sie genau in einem selber an positiv  erlebter Veränderung auslöst. 

Wenn Du Näheres wissen magst, so kannst Du gerne einen Kennenlerntermin mit mir verabreden oder einen meiner Kurse besuchen. Vorliegend kommt der Rosenquarz- Kurs in Betracht sowie der Jadekurs, denn es hat immer auch was mit der PartnerIn selbst etwas  zu tun, weshalb sie sich genau diesen Partner mit diesen passiv aggressiven Verhaltensstrategien ausgesucht und sich in ihn verliebt hat. Sie muss also auf ihre eigene Lebenssituation genau hin schauen, um für sich heraus zu finden, weshalb sie so empfindlich auf passive Aggressivität reagiert und wie sie sich innerlich dafür schlichtweg immunisieren kann. 

Liebe Grüße, Deine Evelyn

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