12 vom 12. in 05/22

12 vom 12. Mai 2022

Liebe Leserin, mit meinem 12 vom 12. hast Du die ultimative Chance, an meinem heutigen Tagesablauf teil zu nehmen.

Ich nehme Dich heute gerne mit in meinen recht langweiligen Tag, bei dem ich mir wieder große Sorgen gemacht habe, wie ich überhaupt 12 Bilder zusammen bekommen soll, um meinen Tag zu dokumentieren…

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Ich fang mal am Ende des Tages an

Wir haben jetzt 22:38 Uhr und ich bin hundemüde. Mein Rücken tut weh und ich bin froh, dass ich schon  morgen Abend bei meinem Arzt des Vertrauens einen Termin bekommen konnte.

Jetzt weiß ich, dass alles rasch in die Heilung gehen wird. Ich bin nämlich seit einigen Wochen bereits lädiert.

Begonnen hat das Problem damit, dass ich in Stuttgart zum Treffen der Content Society morgens blöderweise an den Design Offices vorbei gelaufen war. Das war einfach dumm gelaufen, denn ein Putzmittelwagen stand so vor dem Eingang, dass ich ihn nicht als Eingang zu meiner Veranstaltung wahrnehmen konnte.

Ich lief also in der Gegend herum, doch morgens um 9 Uhr haben alle Geschäfte noch geschlossen. Als ich eines fand, das schon offen ausschaute, stolperte ich über ein quer über den Bürgersteig gespanntes Stahlseil und flog der Länge nach hin. (So bescheuert sichern die Gastronomiebetriebe nämlich ihre Sitzgruppen vor Diebstahl).

Knie, Bauch, Handgelenke und auch mein unterer Rücken wie der gesamte obere Rücken und Brustbereich haben was abbekommen. Ich merkte das Ausmaß des Problems allerdings erst zu Hause, als ich wieder Treppen steigen musste. Das tat nämlich höllisch weh.

Ich versuchte dann noch, zu Hause meinen alltäglichen Dingen nachzukommen, doch das ging alles nicht schmerzfrei. Bei meiner Aufräumarbeit im Garten wollte ich einen Biertisch zur Seite schieben. Ein Biertisch ist nun wahrlich nicht besonders schwer. Doch dabei muss in mir irgendwas passiert sein, denn seitdem hatte ich noch massivere Schmerzen, jetzt im Rücken.

Ich war beim Osteopath und der prophezeihte mir schon, dass ich zwei Tage lang sehr leiden würde, weil eine so genannte Erstverschlimmerung zu erwarten sei. Das war Mittwoch vor einer Woche.

Die Erstverschlimmerung ließ nicht lange auf sich warten und bescherte mir die schlimmsten Rückenschmerzen, die sich trotz starker Schmerzmittel kaum reduzieren ließen.

Ja, meine Hüfte war beidseitig blockiert.
Ja, nachdem die Statik wieder ins Lot gebracht wurde, tat nun alles doppelt schlimm weh.
Ja, nach zwei Tagen wurde es marginal besser.

Ich bin schlußendlich bis heute bettlägerig, mit stundenweisen Phasen, in denen ich auch mal im Haus rum laufe. An sinnvolles Arbeiten ist kaum zu denken.

Das ist blöd gelaufen, da ich am Sonntag meinen großen Launch mit meinem Webinar starten will und mir natürlich nun 10 volle Tage intensiver Vorbereitung komplett fehlen….

Ich habe heute schon viele Termine gemacht, denn ich muss bei meinem Rücken und den eingetretenen Schäden nun mal genau hin schauen, was da eigentlich so los ist.

Ach ja: Im Hintergrund von dem Photo siehst Du meine Heiligengalerie. Ich wusste echt nicht, wo ich sie aufhängen sollte. So leben sie nun über meinem  Bett und wachen über mein Haupt. Früher, als unsere Kinder noch klein waren, wollten sie unbedingt immer bei mir im Bett schlafen, denn

1: „Dort ist es so heiß wie im Backofen.“ und

2: „Dort gibt es die meisten Engel. Dort passiert uns nix…“

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Stolz und Freude

Jetzt haben wir 22:52  Uhr und mein Mann und ich sind kurz vor 22 Uhr von unserer Tochter und dem Schwiegersohn zurückgekehrt.

Die beiden haben uns nämlich zu stolzen Großeltern gemacht! Am Montag kam unser drittes Enkelkind zur Welt! Per Kaiserschnitt, doch schon seit gestern sind Mutter und Sohn schon wieder zu Hause und genießen ihre Dreizeit mit dem Papa. 

Ich freue mich riesig für das junge Paar, dass alles gut gegangen ist und noch viel mehr für den kleinen Knirps, dass er dermaßen tolle Eltern hat. Und tolle Onkel und Tanten. Und tolle Großeltern!

Die beiden Familien passen gut zusammen und wir alle mögen und verstehen uns sehr gut.

Es ist schön, zu sehen, dass hier im entspannten und positiven Sinn Eltern sind, die sich gut um ihr Kind kümmern.

In unserem Umfeld ist das glücklicherweise der Normalfall, doch weiß ich ja nur zu gut, dass es in vielen Familien leider ganz anders ist.

Um so mehr freue ich mich, mit erleben zu können, dass hier Kinder in Liebe groß werden können mit ganz viel Urvertrauen, Leichtigkeit und in unfassbar großer Liebe und Empathie. 

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Buletten, Erdbeeren und ein Sonnenuntergang

Hier kannst Du die Buletten sehen, die wir mitgebracht und gleich mit verspeist haben.

Danach sind wir aufgebrochen- gerade rechtzeitig um im Auto noch diesen wahnsinnig schönen Sonnenuntergang betrachten zu können.

Zu Hause angekommen, konnte ich noch einen kleinen Nachtisch genießen, den unsere Kinder uns geschenkt haben. 

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Verrückt, kreativ und Karneval

Wir brachten nicht nur Buletten, sondern unter anderem diesen Keglerpokal des Schwiegervaters unseren Kindern mit. Wir haben ihn vor dem Entrümpeln bewahrt, denn das Haus der Schwiegereltern wurde komplett frei geräumt.

Die Plakette mit den Gravuren kann man austauschen und so kann der Kegler demnächst im Freundeskreis der Kinder umherwandern. …

Unsere Kinder sind sehr sportlich, haben einen sehr schönen, großen Freundeskreis und halten sehr gut zusammen. Da liegt einfach nur Segen drauf! Das freut mich so sehr!

Sie haben sogar einen eigenen Karnevalsverein gegründet! Auf so was können nur die kommen! Unser Tochter hat – mit hochschwangerem dickem Bauch übrigens als Asilette Karneval gefeiert. Ihr Mann als UPS-Bote, sein Bruder als Sushi und dessen Freundin als Sojasauce.

Sie haben einfach Spass am Leben, am kreativ sein, am Miteinander und am Feiern!

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Ein Pferd lernt singen

Man fährt natürlich nicht mit leeren Händen. Da ich nun Rücken habe, habe ich meinen Mann alleine in die Stadt geschickt.

Er war alles, nur nicht begeistert. Doch als ich ihm dann sagte, dass er mich ja jederzeit anrufen könne und wir dann gemeinsam aussuchen und entscheiden: (Ich quasi simultan vom Bett aus im Laden dabei…) war es für ihn ok.

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Er lief zwischen den beiden Spielzeuggeschäften mehrfach hin und her, denn mich überzeugte die Auswahl ehrlich gesagt genauso wenig wie ihn. Schlußendlich hat er dieses niedliche Pferdchen gefunden. Es spielt so gar nicht spieluhrenlike: „Sound of silence“ von den, wie hießen sie doch gleich noch?

Es ist spät und mir fällt echt der Name dieser so bekannten Gruppe nicht- doch: Simon und Garfunkel! Keine Gruppe, da nur zwei: Eben: Simon und Garfunkel.  Nicht: Vorname und Nachname, sondern schlicht und ergreifend: zwei.

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Palettengold

Vorletztes Jahr hat mein Lieblingsgärtner geschlossen und den Betrieb aufgegeben. Er verschenkte noch deutlich mehr Paletten als die, die Du jetzt hier sehen kannst. Doch mein Mann streikte damals, alle mit nach Hause zu holen. Ich als Mutter Theresa der alten Holzpaletten konnte ihm jedoch eine Anhängerladung voller Paletten abschwatzen.

Aus der einen Fahrt wurde  noch eine zweite und natürlich gab es noch weitere Fahrten. Schließlich bekam ich ja was geschenkt!!! DIE Paletten lagerten also bei uns und der einzige freie Ort, wo sie uns nicht im Weg waren, war ziemlich in Zaunnähe zum Vorgarten hin. Das gefiel mir ganz und gar nicht, denn es sah alles, nur nicht schön von der Straße her aus.

Im Sommer war das egal, denn die Haselnüsse grünen alle Schandflecken einfach zu.

Nun ist es soweit! Mein Mann und ich gestalten den Gartenbereich um und so mussten alle Paletten weg. Umgeschichtet werden. Mein Mann hätte das niemals getan, denn er steht mehr auf „abfackeln“ als auf „nicht fragen, sondern tragen und umschichten…“

Wir haben allerdings einen geduldigen albanischen Gartenhelfer, der sich nicht so wirklich wehren kann und vielleicht deshalb, weil er kein Deutsch kann, nicht fragt, aber trägt…

Sehr angenehm! Ich bat ihn also, den vielen Paletten ein neues Zuhause zu geben und so mussten sie einmal quer durch den Garten geschleppt und neu aufgestapelt werden.

Mein Gartenhelfer war heute nicht da. Mit einer fadenscheinigen Ausrede. Ich glaube, er ist sehr glücklich, wenn meine Rückenschmerzen bald wieder weg sind und ich meinen eigenen Gartenarbeiten nachgehen kann. Das ist dann für ihn weitaus weniger anstrengend. ….

Warum ich Dir heute die Paletten schicke, obwohl sie gestern aufgestapelt wurden? Weil ich mich an eine Sendung von Jan Bömermann erinnere (verlinken), in der er darauf hinweist, dass es keine Nägel mehr aus Russland gibt und deshalb die Paletten demnächst wie Gold gehandelt werden. Als ich heute so meinen Gartenrundgang machte und auf meine vielen Paletten schaute, lächelte ich und dachte bei mir: Palettengold. Wer hätte DAS gedacht?

Ach ja: Die Paletten nutzen wir, um Kompostbehälter daraus zu bauen. 

Eventuell auch als Untergrund für eine Sitzfläche auf der Wiese. Mal schauen. Aktuell haben wir schon 6 verbaut und 12 zur Seite gelegt, um noch mindestens zwei weitere große Kompostbehälter aufzubauen…

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Kräuter und leere Töpfe 

Ich habe mittlerweile alle Kübel bepflanzt. Doch die leeren Blumentöpfe konnte ich noch nicht fertig wegräumen und weiter entrümpeln, denn ich weiß noch nciht, wohin ich die Blumenpötte räumen soll, denn ich habe ja Rücken…

Ich habe übrigens so viele Blumenpötte schon weg geschmissen (schöne Grüße an Uli Pauer!) 

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Unterlassungssünde

Hier siehst Du meine Unterlassungssünde. Was das ist?

Wenn man eine Garantenstellung hat, kann man für eine Unterlassung unter bestimmten Voraussetzungen belangt werden. Ich habe meinen Pflanzen gegenüber eine Garantenstellung inne und hätte sie in den vergangenen Tagen gerne gehegt und gepflegt.

Da ich Rücken habe, musste ich es unterlassen, mich um das Wohl und Wehe meiner Pflanzen (jetzt) zu kümmern. 

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Ganz schön Feige?

Hier siehst Du eine Feige. Ich bekam sie letztes Jahr von meiner Exerzitiengruppe geschenkt. Deshalb hege ich sie sehr, weil die Gruppe mir sehr lieb ist.

Sie (die Feige, nicht die Gruppe) musste nun umgetopft werden. Da ich schon einen Topf prophylaktisch vorbereitet hatte, bevor ich Rücken bekam, konnte ich die Pflanze rasch rein pflanzen.

Die Gruppe habe ich auch quasi umgetopft, denn ich konnte zwei Gruppenmitglieder dafür gewinnen, die Leitung zu übernehmen. Ich mache mich ja gerade online selbständig. Deshalb brauche ich alle meine Energie hier und habe alle Ehrenämter ruhen gelassen. 

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Frühstück im Bett

Auch mein Morgen begann in meinem Bett.

Ja das ist zwar bei den meisten Menschen so, doch ich lebe seit vielen Tagen quasi in meinem Bett. Unfreiwillig. Du siehst hier mein Frühstück. Nichts Berauschendes, nicht mal Blumen oder eine Tischdecke.

Bin halt out of order…

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Mein Terminkalender und Notizbuch

Ich bin old fashioned und schreibe alles dort hinein. Die Termine die ich heute gemacht habe:
Chinamann: Morgen.
Montag Hausarzt.
Dienstag: meine weitere Hausärztin.
Ende des Monats: Orthopädentermin.
Anschließend: MRT Termin.
Sodann: Physiotherapie und ich will es schaffen, eine ambulante Reha zu bekommen, damit ich richtig gute körperliche Fitness aufbauen kann.

Ich werde- das gelobe ich hiermit feierlich- täglich meine Übungen nach Liebscher und Bracht machen. Sodann täglich Rüttelplatte und Trampolin erleben und mich bei einem Fitness-Center anmelden, um auch weiterhin fit sein zu können. 

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Duschen und Schminken – endlich

Ich schicke Dir ein Bild, wie ich mich endlich wieder schminke. Ich fühle mich deutlich wohler, wenn ich geschminkt bin.

Die letzten 10 Tage war ich nicht online. Deshalb und weil ich auch nirgendwo offline war, war ich ungeschminkt. Heute habe ich es sehr gefeiert, endlich geduscht zu haben. Eigentlich bade ich lieber, aber das Badewannenprojekt ist ein echtes Problem, wenn man starke Rückenschmerzen hat, mit denen man sich kaum bewegen kann. Da ich den mahnenden Worten meines Mannes nicht glauben wollte, haben wir dieses Experiment- man könnte es auch Expedition ins Tierreich nennen- nicht wiederholt, denn ein Walross wurde zu Wasser gelassen! Ich konnte kaum sitzen und kam – weil alles naß und glitschig war, auch kaum wieder aus der Wanne raus!

Deshalb habe ich auch- siehe oben- auf den Trick mit den Frottee-Handtüchern in der Duschtasse zurück gegriffen. Wenn ich mich auf die stelle, bin ich rutschfest….

Mein 12 von 12 ist nun zu Ende. Zunächst dachte ich, es passiert ja gar nichts, über das ich schreiben könnte. nun war ich doch recht überrascht, wie flugs sich doch alles heute hier zusammen fügte!

Liebe Grüße, Deine Evelyn

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